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Aktuelles
Amnesty Greifswald

Unsere aktuelle Briefaktion:

 

 

El Salvadors extremes Anti-Abtreibungs-Gesetz hat verheerende Auswirkungen auf das Leben vieler Kinder, deren Mütter nach Fehlgeburten oder Schwangerschaftskomplikationen ins Gefängnis kommen unter der Anklage, illegal abgetrieben zu haben, sagte Amnesty International heute in einem neuen Bericht. „Jedes Mal, wenn die Behörden El Salvadors ungerechtfertigterweise eine Frau wegschließen, weil sie eine Fehlgeburt oder Schwangerschaftsprobleme hatte, verurteilen sie auch ihre Kinder zu einem Leben in Armut und Leid,“ sagte Astrid Valencia, Researcherin für Zentralamerika bei Amnesty International.

Der Grundsatz ‚schuldig bis zum Beweis des Gegenteils’ im Fall von Frauen, die Schwangerschaftskomplikationen erlitten haben, hat viele Frauen um ihr Leben, oder für bis zu 40 Jahre ins Gefängnis gebracht, und ein Klima extremer Angst unter Ärzten und Patientinnen geschaffen. Es ist höchste Zeit, dass El Salvador dieses überholte Verbot abschafft. Mindestens 19 Frauen sind zurzeit im Zusammenhang mit der Kriminalisierung von Abtreibung in Haft, aufgrund von schwachen oder wenig stimmigen Beweisen zu langen Haftstrafen verurteilt wegen Mordes. Die meisten von ihnen waren Hauptverdienerin in ihrem Haushalt.

Maria Teresa Rivera zum Beispiel, eine 32-jährige Frau, die gegenwärtig eine Haftstrafe von 40 Jahren wegen „schwerem Mord“ absitzt, nachdem sie eine Fehlgeburt erlitten hatte, hat ihren 10-jährigen Sohn seit ihrer Inhaftierung im Jahr 2011 lediglich vier Mal gesehen. Maria Teresa war im Krankenhaus verhaftet worden, nachdem ihre Schwiegermutter sie in der Toilette aufgefunden hatte, beinahe bewusstlos und heftig blutend. Das Personal im Krankenhaus zeigte sie bei der Polizei an und beschuldigte sie, eine Abtreibung vorgenommen zu haben.

Mehr dazu unter: www.ai-el-salvador.de

Dort finden sich auch Brief-Vorschläge sowie Muster-Postkarten zum Selber-Ausdrucken.

 

Hinweis auf unsere nächste Veranstaltung:

 

 

Die Greifswalder Gruppe der Menschenrechtsorganisation Amnesty International veranstaltet am 10.11.2015 um 20 Uhr einen Gesprächsabend mit einem Dokumentarfilm zum Thema „Stop Folter“. Die Veranstaltung findet in der Brasserie Hermann statt, Ecke Gützkower Straße und Bahnhofstraße, in 17489 Greifswald. Als Fachreferenten zum Thema Folter haben wir Dr. Smail Rapic eingeladen. Der Abend wird im Rahmen der Entwicklungspolitischen Tage veranstaltet, wie in jedem Jahr initiiert durch das „Landesnetzwerk Eine-Welt-MV“ e.V. Der Eintritt ist frei. Der Dokumentarfilm ist auf Englisch und teilweise Deutsch, mit Untertiteln.

Der etwa 30-minütige Dokumentarfilm beschreibt das wahre Schicksal zweier Männer, die im Rahmen des „War on Terror“ unter Terrorismusverdacht inhaftiert wurden, um dann in geheimen Gefängnissen verschiedener Staaten misshandelt und gefoltert zu werden. Während ihrer Inhaftierung wurden die beiden in unterschiedliche Länder transportiert, unter Ausschluss der Öffentlichkeit, aber unter Mitwirkung unterschiedlicher Geheimdienste, die auf diese Weise alle demokratischen Grundregeln außer Kraft setzen. Nach dem Film planen wir eine Gesprächsrunde zum Thema Folter, und möchten auch auf die deutsche Beteiligung an den extralegalen Gefangenentransporten eingehen.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International besitzt in ganz Deutschland lokale Gruppen, so wie eben auch die Gruppe in Greifswald. Sie setzen sich für die Verwirklichung der Menschenrechte ein, für alle Menschen auf der Welt, unabhängig von Nationalität, Hautfarbe, Religion oder ethnischer Abstammung. Die Greifswalder Gruppe hat sich auf das Thema Menschenrechtsverletzungen an Frauen spezialisiert. In diesem Rahmen hat sie sich auf die Unterstützung einer Frauenrechts-Initiative im Iran festgelegt. Wann immer Frauen aus dieser Initiative Opfer von staatlichen Übergriffen werden, wie willkürlicher Inhaftierung, Bedrohung durch die Revolutionsgarden, Entzug des Reisepasses, Misshandlungen in der Haft, schreibt die Greifswalder Gruppe Eilbriefe an die iranische Regierung. Das Thema Folter beschäftigt Amnesty International seit über 50 Jahren, so dass sich die Greifswalder Gruppe dieses Jahr im Rahmen der Entwicklungspolitischen Tagen entschlossen hat, hierzu im Rahmen eines Gesprächs-und Filmabends aktiv zu werden.

Die Entwicklungspolitischen Tage werden vom gemeinnützigen Verein „Landesnetzwerk Eine-Welt-MV“ veranstaltet. Dieser Verein engagiert sich für eine gerechte Gegenwart und eine lebenswerte Zukunft. Viele andere gemeinnützige Organisationen sowie Einzelpersonen sind Mitglied bei „Eine-Welt-MV“, die sich alle entweder für Umweltschutz einsetzen, oder für mehr soziale und politische Gerechtigkeit, eine menschlichere Politik, oder für die Menschenrechte. Dieses Jahr stehen die Entwicklungspolitischen Tage unter dem Motto: Ihr Einsatz bitte! Engagement und Bürgerrechte.

 

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Hinweis auf aktuelle Treffen finden Sie hier. Dies sind unsere regelmäßigen Gruppentreffen, bei denen wir die Aktivitäten besprechen und koordinieren, die demnächst anstehen. Natürlich kann auch jede(r) dazukommen, der einfach nur uns bzw. unsere Gruppe kennenlernen will.

 


 


Von Zeit zu Zeit veranstalten wir einen Informations-Stand, in der Regel Samstags von 10 - 12 Uhr. Dort gibt es die Möglichkeit, sich unverbindlich über unsere Arbeit zu informieren, oder Informationsmaterial zu bekommen. Wenn es das Wetter zulässt, befindet sich der Infostand am Fischmarkt in der Greifswalder Fußgängerzone.

 


18.12.2014, 20:00 h - Weihnachtsfeier

Alle Interessierten sind herzlich willkommen.


13.11.2014, 18:00 h - STOP Folter

Wo: Jacobikirchtum, Greifswald

Wann: 18:00 h

Im Rahmen der Friedensdekade haben wir interessierten Jugendlichen die Amnesty-Kampagne "STOP Folter" vorgestellt, über Menschenrechte und speziell das Folterverbot diskutiert. Im kreativen Teil des Abends haben wir dann gemeinsam Taschen mit entsprechenden Slogans besprayt.

Weitere Informationen zur Kampagne gibt es hier.


30.10.2014, 20:00 h  - Wem gehört mein Körper?

Wo: Brasserie Hermann

Wann: 20:00 h

Filmabend mit Diskussion zur Genitalverstümmelung im Rahmen der Entwicklungspolitischen Tage 2014

- In Kooperation mit Medizin und Menschenrechte Greifswald -

Mit einer Referentin von Terre des Femmes

Im Rahmen eines Filmabends mit anschließendem Vortrag und Diskussion werden die verschiedenen Facetten der Genitalverstümmelung betrachtet.

Genauere Informationen zur Veranstaltung finden sich hier. Genauere Informationen zum gezeigten Film "The Cut" können Sie hier finden.

Das gesamte Programm der Entwicklungspolitischen Tage 2014 findet sich hier.


23.08.2014 - Stand am Fischmarkt zur Anti-Folter-Kampagne

Gern können Sie sich/kannst Du Dich auch online für Betroffene einsetzen. - Weitere Informationen dazu gibt es hier: http://www.stopfolter.de/


21.06.2014 - Stand am Fischmarkt

Wir sammeln Unterschriften für aktuelle Petitionen.


29.05.2014, 20:00 h - Treffen mit Medizin und Menschenrechte

Bei Jürgen findet ein interner Filmabend statt. Es geht um das Thema FGM.


8.3.2014 Internationaler Frauentag - Stand am Fischmarkt

Wir haben Petitionen zum Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper gesammelt, die in diesem Jahr der Weltbevölkerungskonferenz vorgelegt werden sollen, wenn sie nach zwanzig Jahren erneut zum Thema diskutieren.


10.12.13 - Tag der Menschenrechte

In Zusammenarbeit mit dem AStA Greifswald werden die Studierenden auf den Tag der Menschenrechte aufmerksam gemacht.


6.12.13 - 16.12.13: Weltweiter Briefmarathon

Amnesty International hat für den jährlich weltweit stattfindenden Briefmarathon wieder zwölf Fälle stellvertretend für viele andere Menschen ausgewählt, die Ihre Hilfe benötigen. Mit den Briefen werden Regierungsverantwortliche gebeten, sich konkret für die betroffenen Personen einzusetzen und systemische Probleme bei der Einhaltung von Menschenrechten anzugehen, zu deren Einhaltung sich die Länder verpflcihtet haben. Die Briefe zum Ausdrucken (Porto: 0,75 €) und Fallakten mit näheren Informationen zu den Einzelschicksalen finden Sie unter www.briefmarathon.de. Zudem besteht dort auch die Möglichkeit, sich z.B. per E-Mail einzusetzen.